Frauenfelder Jungpartei FJP

Parteiprogramm  


Schwerpunkte Legislaturperiode 2019 bis 2023

Verkehr

Hauptaugenmerk dieser Legislaturperiode ist die Förderung der geplanten zentrumsnahmen Stadtentlastung. Durch die Entwicklung und das Wachstum der Stadt ist eine Verkehrsentlastung durch den Transitverkehr Nord-Südachse unabdingbar. Bereits mit der Absage an der Frauenfelder Urne in Zusammenhang mit dem Projekt F21 wurde eine einmalige Chance verpasst, unser Stadtzentrum vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Stadtentlastungsvarianten

Wir setzen uns vehement für eine zeitnahe Umsetzung eines Projektes ein. Hierfür gilt es, mit grosser Anstrengung und Überzeugungskraft die Frauenfelder Stimmbürger für eine Aufwertung der Innenstadt zu überzeugen. Flankierende Massnahmen wie z.B. Tempo 30, Verkehrsbehinderungen/Verkehrsberuhigungen, etc. erachten wir als reine Symptombekämpfung mit geringem Nutzen.

 

Stadtentwicklung

Die aktuelle Stadtentwicklung mit der Aufwertung der Innenstadt ist höchst erfreulich. Die aktuellen Projekte zur Belebung der Altstadt/Vorstadt tragen massgeblich zu einem gesellschaftlichen 'Zusammenrücken' der Frauenfelder Bürger bei. Wir begrüssen und unterstützen die aktive Förderung der Stadtentwicklung Frauenfeld.

Stadtkaserne 2021

Auch gilt es bereits jetzt schon im Hinblick auf eine mögliche Umnutzung der Stadtkaserne ab 2021 den Diskurs zu führen. Eine Übernahme der Liegenschaften durch die Stadt Frauenfeld mit entsprechend durchdachter und auch von den Frauenfelder Stadtbewohnern unterstützter Nutzung bevorzugen wir. Die Veräusserung der Liegenschaft an private Investoren entspricht nicht unserer Vorstellung, da der Standort und die damit verbundenen Möglichkeiten der Stadtentwicklung in Zusammenhang mit dieser Liegenschaft einmalig sind und in die öffentliche Hand gehört.


Standortförderung

Der Wohn- und Wirtschaftsstandort Frauenfeld wird von unserer Seite aktiv gefördert, wobei wir grosse Rücksicht auf Befindlichkeiten der Anwohner und Direktbetroffenen nehmen.

Landverkauf Sonnmattquartier (Parzellen-Nr. 50967)

Wir begrüssen die Pläne der Firma Twerenbold Service AG, welche sich um einen Standort in Frauenfeld bemüht und ihr Geschäftsfeld somit in unserer Region ausbauen will. Den Verkauf der Parzelle 50967 für den Standort als Busterminal bedauern wir jedoch, da unserer Ansicht nach bessere Standorte in Frauenfeld für die Realisation eines solchen Projektes hätten gefunden werden können. Die Rücksichtnahme von Gewerbe- und Industrieareal auf Anwohner und Wohngebiete gewichten wir als hoch, weshalb wir uns für eine genaue und situative Überprüfung zukünftiger Projekte einsetzen.

Allgemeine politische Ausrichtung

Sicherheit

Frauenfelder und Besucher fühlen sich in unserer Stadt wohl, dies ist der Grundtenor durch das Band. Auch unsere Parks und die Freizeitanlagen, verbunden mit der aktuellen Stadtentwicklung/Standortförderung, tragen zu dieser positiven Grundhaltung bei. Jedoch sind vereinzelt auch gegenteilige Meinungen wahrnehmbar, im Besonderen nach dem Eindämmern in Bahnhofsnähe speziell am Wochenende. Hier gilt eine gezielte Aufrechterhaltung des Sicherheitsbefindens durch den Einsatz von verstärkter Präsenz durch Sicherheitspersonal und/oder Videoüberwachung.

 

Freizeit und Sport 

Sport- und Freizeitanlagen der Stadt Frauenfeld müssen fortlaufend Instand gehalten werden. Hier gilt es Investitionen zu tätigen, um die Attraktivität der Vereine und den damit verbunden sportlichen Erfolg aufrecht zu erhalten. Nebeneffekt: Freizeitanlagen dienen auch als Begegnungszonen, welche das Zusammenleben und die Verbundenheit der Bevölkerung positiv beeinflussen. Zudem bieten die vielen Freizeitanlagen auch der Jugend oftmals eine Möglichkeit sich zu beschäftigen und Alternativen in der Freizeitgestaltung zu erproben.

 

Finanzen

Der Steuerfuss ist moderat und bedarf keiner Anpassung weder nach oben oder nach unten. Bei Ertragsüberschuss liegt der Fokus auf Schuldentilgung und Investition. Bei einem Defizit ist eine Überprüfung der Ausgaben und eine entsprechende Anpassung der Budgetierung notwendig.

 

Umwelt

Den Frauenfelder Bürgern muss eine grosszügige Möglichkeit der Entsorgung zustehen. Das eingespielte und gut funktionierende Entsorgungskonzept durch den Werkhof in Zusammenarbeit mit dem regianalen Abfallentsorgungszentrum (RAZ) bildet eine solide Grundlage. Die Reduktion von Entsorgungsstellen (u.a. auch öffentliche Abfalleimer) führt nur zu mehr Littering und Verschandelung unseres Stadtbildes, das mit viel Aufwand der Reinigung erhalten werden muss. Um den Missbrauch der Entsorgungsmöglichkeiten zu unterbinden, gehört eine sporadische Überwachung und Ahndung unumgänglich dazu.

 

Schulen

Wir setzen auf zielgerichteten und effizienten Unterricht. Die Lehrerschaften tragen grosse Verantwortungen in der Bildung unserer jüngsten Bürger. Die Erziehung gehört ausnahmslos in die Verantwortlichkeit der Eltern und/oder Erziehungsberechtigten.

 

Wohnen

Baubewilligungen sind, sofern diese in der Hand der Gemeindebehörden liegen, zügig abzuwickeln. Wir setzen uns für ein baufreundliches Frauenfeld ein, um auch so die Attraktivität gegenüber Investoren und zukünftigen Eigenheimbesitzern aufrechtzuerhalten.

 

Politik

Wir stellen mit Bedauern fest, dass ein Grossteil der heutigen Jugend keinen Bezug zur Politik aufweist und Wahlen/Abstimmungen fern bleibt resp. von seinem Stimmrecht keinen Gebrauch macht. Unserer Auffassung nach wäre ein Bonus-Malus System für junge Stimmbürger in Frauenfeld ein probates Mittel, erste Berührungspunkte mit der Politik zu fördern.